Die Liebe zu dir selbst – Ein Essay zum Freidenken

Vor einiger Zeit hatte ich Gelegenheit, ein paar Gedanken für einen bekannten Schriftsteller zu verfassen. Zuerst waren ist Fragmente an Worten, die sich in einem scheinbar ungeordneten Chaos zu bewegen schienen. Danach wurden sie zu Bildern. Bilder wurden zu Worte. Und mit jeder Bewegung meiner Füllfeder setzte sich so Strich um Strich ein schönes Gedankenkonstrukt zusammen, das uns alle Begleiten soll.
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Die Liebe zu dir Selbst

Bilder.
Bilder entstehen im Kopf.
Bilder zeichnen unsere Gefühle.
Bilder spiegeln unser Selbst wider.
Und doch fällt es uns manchmal so schwer,
unser inneres Kind im Spiegel zu betrachten.
Man hat Angst davor,
fürchtet,
alte Wunden aufzureißen oder etwas Anderes zu sehen, was man gar nicht sein möchte.
Doch gerade in der heutigen Zeit ist es umso wichtiger, der eigenen Persönlichkeit Raum zu geben. Selbst den Mut zu haben, hin zu sehen.
Zu akzeptieren, wer und was man ist.

Und genau hierin liegt die eigentliche Wurzel aller Kämpfe.
Im Rausch des Alltages, inmitten der Tempi
unserer hektischen und mediengetrieben Zeit,
wollen wir uns selbst nicht annehmen.
Obwohl das Gute doch so nahe läge.
Versuchen wir, für einen Tag, oder einfach ein paar Stunden, das eigene Ich zu leben.
Uns selbst zu spüren.
Uns selbst die verdiente Wertschätzung entgegen zu bringen. Genießen wir einen Tag voller Sonnenstrahlen.
An einem Ort, der nicht nur Licht, sondern auch Schatten spendet, wenn wir ihn brauchen.

Beginnen wir den Morgen,
uns damit zu sagen,
wie wunderbar wir eigentlich sind und vergessen auf alle Dogmen, Doktrinen sowie Utopien. Leichtfüßig tanzen wir durch die 24 Stunden, die uns beim Erwachen geschenkt wurden.
Das eigene Wohlbefinden, die Lebensfreude, das innere Kind als Leuchtturm
stets am Horizont. Und dabei werden wir spüren, wie simpel es doch ist zu sein.
Bin.
Werde.
Ohne Angst, ohne Vorurteile. Einfach Leben. Denn unser Leben ist zu kurz,
um sich in den eigenen Auswüchsen
der inneren Hirnwindungen zu verlaufen.
Wir genießen die Sonne, den schönen Tag und die Wärme des Lichts.
Wenn Wolken aufziehen,
so werden diese wieder vorübergehen.
Wenn die Sonne vom Himmel brennt,
ziehen wir uns in den schützenden Schatten zurück.

Aber wir lassen uns niemals,
an diesem einen heutigen Tag, selbst aus den Augen. Wir dürfen spüren, fühlen, lachen und wir selbst sein.
Weil das Leben schön ist.

©Michael Krist (2016)


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