Remember who you are

Collage Empty WallsEine Hommage an einfache Linien, Strukturen und Gefühle. Seit ich damit begonnen habe, mich intensiv mit meinem Buchprojekt „Empty Walls“ zu beschäftigen, fallen mir immer wieder neue Plätze und Inspirationen zu. „Remember who you are“ ist eine neue Serie, welche die Tiefe von klaren Elementen beschreibt und dabei in reduzierten Farben meiner persönliche Bildsprache erzählt.

 

Am Morgen wache ich auf und spüre mein Sein.
Bin ich Brahman oder doch ein personifizierter Charakter?
Die Suche nach dem Ich wirft täglich neue Fragen auf.
Wärme, Kälte, Freude, Schreie.
Es ist nicht die Unsicherheit des Alltäglichen was mich Suchen lässt.
Es ist das Gefühl, einer noch unverständlichen Tiefe.
Eine Tiefe, die Wohlgefühl, Verbundenheit und Eins-Sein in mir auslöst.
Ich war schon einmal an diesem Ort.
Dort existierte Alles.
Dort existierte Nichts.
Ich existierte.
Und wie aus dem Nichts fällt der illusorische Materialismus wieder über mich herein.
Verdeckt mein Augen. Unterdrück mein Spüren. Macht mich Mensch.
Mensch! Mensch? Dieses Wort ist Illusion.
Es steht für die Reise zu mir selbst.
Eine lange Wanderung, um mich selbst zu erkennen.
Erst dann kann ich frei sein.
Wenn ich wieder erkenne, wer ich eigentlich bin.

 

Ausbruch aus der Norm
Sehr oft bin ich darauf bedacht, dass alles „perfekt“ sein muss. Eine Collage muss für mich im Normalfall akkurat angeordnet sein. Nichts darf die Harmonie des Bildes stören. Weiche ich von dieser Linie ab, entsteht ein unbehagliches und unfertiges Gefühl in mir. Ich werde nervös. Unruhig. In der Fotografie habe ich genug Zeit, so lange an einem Projekt zu arbeiten, bis dieses meinen Vorstellungen detaillierter Akribie entspricht. Mit „Remember who you are“ habe ich diese persönliche Anforderung durchbrochen und Elemente bewusst leicht verschoben platziert bzw. zwei „störende“ Bilder hinzugefügt. Für mich repräsentiert dies die eigene Persönlichkeit, dass nicht immer aller perfekt sein kann bzw. Ecken, Kanten und Verrücktheiten zum eigenen Charakter gehören.

Bildsprache als persönliches Stilmittel
Bereits während meines Studiums an der Akademie für angewandte Photographie in Graz habe ich intensiv ein meinem photographischen Stil gearbeitet. Die letzen Woche konnte ich weiter intensiv für mich nutzen, um an meiner eigenen Sichtweise, Farbgebung und Liniengestaltung zu arbeiten. Jedes Bild, fotografische Projekt sowie persönliche Ansichten formen sich immer mehr zu einer klaren Einheit. Zusehends fühle ich mich in reduzierten Farbakzenten und minimierten Inhalten wohler. Mein Arbeiten verschmelzen immer stärker mit meinem eigenen Charakter und kehren das Ich konkreter ins Außen.

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